alovelyBerlin, oder auch nur, der Anfang.

Worte können berühren, ganz wild nahe gehen, Freudentränen auslösen oder kribbelig das Herzklopfen lassen.

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Fotos von Sabrina Stummer von freilichtmomente

Die Liebe ist ein seltsames Spiel, sie kommt und geht von einem zum Andern.

Sie nimmt uns alles, doch sie gibt auch viel zu viel…

Connie Francis – Die Liebe ist ein seltsames Spiel

Ich tat mir bis jetzt ein wenig schwer über unseren Anfang zu schreiben. Schon im letzten Blogpost habe ich euch erzählt wie mein Mr. D und ich uns kennen gelernt haben. Berlin spielt bei uns eine große Rolle und welche genau, dass verratet euch diesmal mein Liebster selbst. Seine Gedanken zu unserem Treffen in der Hauptstadt. Ein kleiner alovelyLoveletter an mich für euch oder wie (m)ein Mann das Ganze gesehen hat. Denken Männer rund Frauen eigentlich gleich? Egal, lest selbst einen fröhlichen Schwank im vorigen Jahr.

Da sind wir nun wieder in Berlin. Hat da alles angefangen? Am 9. November 2018 stand ich vor dem Ankunftsbereich im Gate C in Berlin Tegel. Wartete darauf, dass sich die Türen öffneten. Doch worauf habe ich genau gewartet? Das war mir in dem Moment auch nicht wirklich klar. Stand ich doch schweißgebadet da, war nervös. Die Kofferausgabe dauerte gefühlt ewig, ständig kamen Menschen zur Tür raus, doch meine Julia wartete noch immer auf ihren Koffer. Als sie dann endlich vor mir stand, war es ein schräg komisches Gefühl. Ihre überschwängliche freudige Art und ihre wilde Umarmung hat meine Nervosität nicht wirklich beruhigen können.

Haben wir uns doch bis dahin erst ein einziges Mal gesehen und das, obwohl wir uns nun schon seit 2011 kennen. Gefühlt war der eine immer beim Anderen dabei. So habe ich miterlebt, wie meine Julia geheiratet hat, schwanger wurde und Mr Sunshine bekam, ihre Wohnung eingerichtet hat, oder sie, wie ich mein Studium erlebte oder mir meinen klassischen Mini Cooper gekauft habe. Immer war einer von uns „live“ dabei, auch mit anderen Partnern, in anderen Ländern, ohne sich zu sehen. Wir kannten uns quasi nur aus schier endlosen Telefonaten. In Berlin, auf dem Weg zum Essen, waren wir so in unsere albernen Gespräche vertieft, wie auch sonst am Telefon, dass wir gleich erst einmal falsch abgebogen sind und über die Avus raus aus Berlin gefahren sind. Naja, einen Vorteil hatte es, jetzt kennt sie die erste ausschließliche Autostraße der Welt und Deutschlands erste Rennstrecke. Grundwissen erfolgreich vermittelt! Im Burgerladen entwickelte sich eine wahnsinnig herzliche Atmosphäre, so viel habe ich selten mit einem Menschen gelacht. Dem, spät begonnenen Abend, folgte eine schnelle Stadtrundfahrt mit Fotohalten und ein spontaner Kinobesuch mitten in der Nacht.

Erst dann ging es in unser kleines, niedliches Hotel am Ku’damm. Wenn ich jetzt von einer sehr spektakulären Nacht rede, werden sicherlich einige an wilde, versaute Dinge denken. Weit gefehlt. Doch tatsächlich hatte meine Julia, nach den vielen Erlebnissen und Essen, dezente Probleme mit ihrem Blutzucker. Und ich? Völlig überfordert. Im Kopf bin ich schon sämtliche Wege zum nächsten Krankenhaus durchgegangen. Den Rest der Nacht habe ich kaum mit Schlafen verbringen können, weil ich ständig am Horchen war, wie es um sie steht. Das hat mich echt fertig gemacht. Der folgende Tag, bestand vormittags aus Nahrungssuche und Fotos machen. Es war so unkompliziert und einfach, als würde man den Menschen schon immer kennen. Manche würden sagen: Schräg. Ich würde sagen: Magisch. Nach dem eigentlichen Grund für Julias Berlin Besuch – das Event Digital wird Real, habe ich spontan einen Tisch bei einem süßen Italiener gebucht, in der Hoffnung an den ersten Abend anzuknüpfen. Doch war meine Julia dezent überfordert von ihrem Erlebten und eigentlich nur müde. Ok, wir waren auch um halb 10 essen.

Ich frage mich immer noch, was von den Dingen, die ich im Auto erzählt habe, sie auch mitbekommen hat. Angekommen, waren wir beide völlig verliebt in den kleinen Italiener. War das eigentlich unser erstes Candle-Light-Dinner? Oder ein erstes Date? Ich weiß es gar nicht. Der Morgen danach bestand in meinem Kopf schon an den Gedanken der Abreise. Innerlich breitete sich eine Traurigkeit aus. Wusste ich ja noch nicht, wann ich sie wiedersehen würde. Recht früh sind wir zum Flughafen aufgebrochen. Inzwischen weiß ich, dass sie eine gewisse fast schon panische Angst hat, Züge oder Flüge zu verpassen. Daher lieber immer einen Zug früher oder eine weitere Stunde früher am Flughafen sein – Memo an mich selbst. In der Schlange für den Check-In war es dann wirklich komisch. Julias Leichtigkeit war verflogen und sie war ziemlich schnell im Flughafengebäude verschwunden. Für mich hieß es nun Rückfahrt antreten. Im Kopf tausend Dinge und irgendeine Stimme tief in mir fragte sich: Wie geht es nun weiter? Kann so etwas überhaupt funktionieren? Was genau passiert gerade? Ich wusste rein gar nichts. Außer, dass wir uns wieder sehen mussten. – Und zwar sehr sehr bald. Ich war noch nicht daheim, da piepste schon mein Handy.

Es war Julia.

Gedankensprudel von Daniel Fröhlich

Das ist es nun. Manche erinnern sich, ich bekam einen 3seitigen Brief, der war in etwa ähnlich, nur vielleicht einen Hauch kitschiger und handgeschrieben, mit Feder und Tinte. Heute sitzen wir in Berlin und schmunzeln über unser letztes Treffen, da inzwischen so vieles schon passiert ist. Ich meinte gerade erst vor ein paar Tagen, was wohl gewesen wäre, wäre ich nicht zu dem Event gekommen. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär. Fazit, wir lieben den besagten Italiener sehr und konnten die Tage dort wieder speisen auch mit unserem kleinen Wirbelwind, als kleine Familie. Das Wort klang selten schöner und fühlte sich fluffig an. Wahrscheinlich kommen wir in Zukunft öfters nach Berlin, weil wir an das eine Wochenende zurück denken, damals, als wir jung waren. Dort als alles so seinen eigentlichen Anfang nahm. Es war einmal in Berlin…

Mag euch ziemlich sehr,

Eure,

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