Die Sache mit der Liebe.

Knutscherei, die komischen Fluggeräte im Bauch und warum man nicht einmal mehr eins und eins zusammenzählen kann.

Liebe macht nicht blind. Der Liebende sieht nur weit mehr als da ist.

Oliver Hassencamp

Hand aufs Herz. Wer besagte Stichworte nicht kennt, ist höchstwahrscheinlich Analphabet oder kälter als der Nordpol. Verliebtheit ist so eine ganz eigene und speziell schöne Sache. Ich meine, man ist von Null auf Tausend gefühlt ein anderer Mensch. Da schwirren einem Gedanken durch den Kopf und wo dieses verdammt breite Grinsen herkommt kann auch nie jemand beantworten. Es passiert wann es passiert, ohne Vorwarnung. Auch ohne Einfluss einer selten dämlichen Valentins-Werbung.

Heute ist ein scheinbar besonderer Tag der Liebe, laut TV. Der Valentinstag. Der Einzelhandel boomt und einige drehen förmlich durch, weil sie sich nicht sicher sind ob 100 rote Rosen wohl genau das ausdrücken werden was sie anscheinend in deren Herzchen spüren oder spüren sollten.

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer.

Konfuzius

Schön und gut, aber ein Tag gewidmet der Liebe erscheint mir dann doch eher als puren Konsumwahnsinn. Ist auch kein Geheimnis. Ich frage mich dann immer wieder, Jahr für Jahr, und was ist mit den restlichen 364 Tagen im Jahr? Vergisst man da an seinen Herzmenschen? Ist es doch nicht weit schöner unter der Zeit eine kleine Freude zu machen? Mit einem einfachen Klebezettel und süßen Worten, ich meine wer macht das wirklich schon heutzutage. Kaum jemand, würde ich mal so in die Runde schmeißen. Ich finde das recht schade und musste mich selbst vor einer Weile erinnern müssen, dass Materielles zwar ganz nett ist, doch etwas von Herzen schenken ist eine Kunst.

Liebe ist nicht das was man erwartet zu bekommen, sondern das was man bereit ist zu geben.

Katherine Hepburn

Scheint einfach? Natürlich. Wer auch aufmerksam hier mit liest und mein Wesen nun schon kennt, weiß, dass das A und O Optimismus ist und schwierige Dinge dann auch einfach sein können, wenn man es zulässt. Raus aus der Gewohnheit.

Valentinstag – Wie ist der wohl entstanden?

Erzählungen nach gab es einen armen Priester namens Valentin, lebte im dritten Jahrhundert unter dem nicht christenfreundlichen Kaiser Claudius II., in Rom. Zu dieser Zeit war es jungen Männern untersagt zu heiraten, da der Kaiser der Meinung war, dass unverheiratete Soldaten im Krieg besser kämpfen würden. Der Legende nach traute Valentin Soldaten heimlich und schenkte dem frisch vermählten Ehepaar Blumen aus seinem Garten. Außerdem sollen die Ehen, die durch ihn geschlossen wurden, unter einem ganz besonderen Stern gestanden haben. Natürlich flog dies alles auf und der Priester wurde am 14. Februar 269 enthauptet.

Schöne Hintergrundstory, oder? Und wir feiern heute den heiligen Konsum. Nun nichts in den falschen Hals bekommen, ich bin selber kein Moralapostel. Kaufe bestimmt viel zu viel Online über die typischen Hauptverdächtigen. Ertappe mich, wie mich Social Media im Unterbewussten zu Käufen anregt. Doch dann macht ab und an mein Hirn eine Kehrtwende und besinnt sich an den wirklich wichtigen Dinge.

‚Die wirklich wichtigen Dinge wären welche?‘

Mal ganz grob subjektiv betrachtet. Glück. Freude. Lachen. Liebe. Zeit. Fallen euch spontan auch 5 solche Begriffe ein? Lange musste ich darüber nicht nachdenken. Allerdings fällt letzteres nur zu oft recht mäßig aus. Darum möchte ich besonders intensiv versuchen in Zukunft Zeit zu schenken. Mag banal klingen. Ich bin der grenzenlosen Überzeugung, dass genau diese Dinge viel zu kurz kommen. Bewusster Leben und erleben. Quasi die kleinen schönen Momente richtig einsaugen und inhalieren. Vor nicht allzu langer Zeit bekam ich einen handgeschriebenen Brief, mit Tinte und Feder, so fancy Oldschool. Wisst ihr was passiert ist? Ich habe geheult, jaja, passiert bei mir andauernd, doch das hat mein Herzchen zum Strahlen gebracht und es waren nicht materielles Zeug sondern da hat sich jemand Zeit genommen. Sowas finde ich ergreifend und verdammt zauberhaft.

Ich würde hiermit an euer Gewissen, eure Moral und euren Geschmack appellieren. Lasst die mordshässlichen I-love-you-Bären im Regal verstauben, diese grässliche Kackschokolade ignoriert ihr und widersteht doch dem Drang die schon fast verwelkten roten Rosen vom Ladentod retten zu müssen. Nehmt ein Blattpapier und Stift zur Hand und kritzelt mal munter drauf los. Ich bin mir Tausendprozent sicher, ihr werdet es nicht bereuen. Kleiner Tipp, klug wäre etwas herzliches nieder zu schreiben. Sollte ja kein Abschiedsbrief werden.

Wenn ihr schon nicht die Shakespeares der Neuzeit seid und dafür lieber den Kochlöffel schwingt, dann flott in die Küche und kocht was leckeres oder auch backen. Der Kreativität sind da ja keinerlei Grenzen gesetzt.

‚Worüber würdest du dich freuen?‘

Mir ist dieser Tag nicht wichtig, wichtig sind mir meine Liebsten um mich herum und das 365 Tage im Jahr, egal ob sie direkt neben mir oder auch weiter weg sind. Allein der Gedanke Menschen an meiner Seite zu haben, die mich mit einem Blick zum Strahlen bringen reicht mir völlig. Doch wenn es etwas sein sollte, worüber man nachdenken muss, dann wären es kleine Post-Its die überall in der Wohnung verteilt wären mit süßen kleinen Hinweisen oder lieben Worten. Der Gedanke zählt durchaus immer, in jeglicher Form.

Falls ihr nun euch nicht vor lauter Kitsch übergeben musstet und doch gefallen gefunden habt euren Liebsten, ich zähle da nicht nur den Bettnachbarn hinzu, sondern auch die Familie und Freunde, schließlich gibt es hoffentlich weitaus mehr Menschen denen man ein Herzengeschenk machen möchte. Dann wünsche ich euch einen kreativen Erguss und möge die Schreibfeder mit euch sein. Schriebt von Herzen, das sind so gut wie immer genau die richtigen Worte!

Mag euch ziemlich sehr,

Eure,

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