Wo die Aufregung und Neugier sich Hallo sagen.

Bäm, da ist der Tag der Tag da. Zeit vergeht ja bekanntlich wie im Fluge. Bei uns gefühlt schneller noch als in Lichtgeschwindigkeit. Geht ja gar nicht? Aber sowas von! Seit Einer Woche bin ich nun Rekordhalterin im Kartons packen und unsere neue Heimat darf sich gefasst machen. Steirischer Wind weht wild und hell.

… ooh Baby, do you know what that’s worth? Ooh, heaven is a place on earth. They say heaven, love comes first we’ll make heaven a place on earth…

Belinda Carlisle – Heaven is a place on earth

Was sich so locker flockig anhört, ist es zum Großteil auch. Versteht mich nicht falsch. Ich bin zur Zeit in so einer dicken großen Blase der Vorfreude drin. Vielleicht ist sie auch so pludrig rosa, dass meine Gedanken vernebelt sind. Möglicherweise ist es auch nur mein Lebensweg. Wo mir nur meine Mama in mein Gedächtnis flüstert…

‚Es ist der richtige Weg. Freu dich und nimm es einfach und dankbar an! Das wird schön!‘

Das fühle ich schon seit dem Zeitpunkt als ich beschlossen habe, eine Wahldeutsche zu werden. Wie das klingt, ja manchmal muss ich noch selbst schmunzeln. Ich eine quasi Deutsche. Ha! Ja vielleicht am Meldezettel und wenn ich mich bemühe damit ich ein Brot kaufen kann. Ich werde es wohl immer witzig finden, wenn mich ein fragendes Gesicht anstarrt aus Gründen eines Verständigungsproblemes. Allerdings fürchte ich werde ich mich bestimmt anpassen. Höchstwahrscheinlich. Sicher. Wird dann aber auch schleichend passieren. Meine Wurzeln sind dann nur immer die einen, die wirklichen, grün, stark und aus der schönen Steiermark. Ich werde wohl ewig dankbar sein, dass ich in so einem wunderschönen Land aufwachsen durfte. Stolz bin ich nach wie vor und überzeugt, dass es das schönste Bundesland in Österreich ist. Okay, neben Kärnten. Wobei ja, Österreich hat überall unglaublich schöne Ecken. So auch Deutschland, hier muss ich nur mal auf die Suche gehen. Davor müssen wir unseren Umzug erstmal bewältigen oder abschließen. Wie sagt man besser dazu? Fakt ist, dass ich langsam aber sicher seit mehr als 2 Monaten Umzugsschachteln, Klebeband und eben was man so braucht um Zeugs von A nach B zu bringen. Wobei eher von JU nach DUD. Mir ist es in den letzten Wochen, wo es eher dem Ende in der alten Heimat zu ging, so ergangen, dass ich in Momenten der ‚Ruhe‘ da saß und mich selbst gefragt habe:

Sag mal, bist du dir dabei sicher?

Um das zu beantworten brauchte ich nicht lange, weil jedes Mal nur eine Antwort rausgeschossen kam… JA. Obwohl mein größter Halt bis jetzt, meine Eltern, nun 850km entfernt sind. Fühlt es sich gut und schön an. Ich habe ein Gefühl vom Ankommen. Ob ich vielleicht bis dahin nach Etwas gesucht habe? Vielleicht. Möglicherweise habe ich nicht danach gesucht, doch eher einen tiefen innigen Wunsch gehegt, mit einem Lieblingsmenschen, einem Partner und besten Freund einen Lebensweg zu gehen. Ich muss dabei Grinsen wenn ich das schreibe. Das trifft es genau. Angekommen zu sein. So lief es bei uns seit Juli durch und eins kam zum Anderen. So schnell und ich sehe als Fügung des Schicksals, dass es so sein soll. Klar, verstanden viele meine Entscheidung nicht. Vorne weg, weil meine Wohnung in Judenburg ein Traum ist. Ich sage da aber immer schon, dass man sich nur da zuhause fühlt wenn man mit sich selbst im Reinen ist. Ich durfte Anfang des Jahres zu mir selbst finden. Zu meinem wahren Ich. Da fühlte ich mich wohl in mir und die Überlegung von einem Umzug kam mir ziemlich schön vor. Früher begann ich sofort zu keifen, dass ich niemals nie umsiedeln werde. Niemals. Never. Ever. Sag niemals nie. Manchmal, nur manchmal finde ich Sprichwörter echt bescheiden. Doch nur manchmal. 

Wie habe ich es nun hinbekommen, das Alles so ruhig und gechillt hinzubekommen? Ich wurde so oft leicht schockiert angesehen, dass ich verrückt wäre und sie das faszinierend sehen. Ich denke mir nur, why not? Die Überzeugung, dass es für uns der passende Weg ist, wisst ihr schon. Zu dem kommt mein Daniel, für den ich diesen Schritt aus inniger Liebe gerne mache. Selbst wenn es mit ab und an Tränen verbunden ist. Könnte sein, dass ich hier und da stinkig und grantig bin. Zum Glück ist das für ihn längst keine Überraschung mehr. Darum liebe ich den so. 

Ich würde euch auch gerne verraten auf was ich mich so freue, speziell in der neuen Wohnung. Fürchte aber, dass könnte ziemlich lange dauern. Was ganz oben steht, die allerersten Male. Nicht wieder schmutzig denken, na na! Das erste Mal am Balkon sitzen, ja ich glaube es selber noch nicht, wir haben einen Balkon. Wuhu! Das erste Mal das Badezimmer fluten, okay das hatten wir in Österreich schon, sollten wir vielleicht nicht wiederholen. Ach, da sind so viele erste Male. Ich freue mich. So richtig, von innen. Fri-fra-freude. Was für mich sicher wild aufregend wird ist das Einrichten und Gestalten unseres Zuhauses. Bin da ein klitzekleines bisschen schwierig und lasse mir ungern was dreinreden. Wer mich schon ein wenig kennt, weiß welches Ausmaß ich hier anspreche. Ob sich Daniel tatsächlich sicher ist, was er sich da angetan hat? Na wir werden es sehen, ob er in zwei bis drei Wochen noch seelenruhig Kartons mit auspackt oder mich schon im Kellerabteil eingesperrt hat. Es bleibt spannend. 

Bis dieser Worstcase eintrifft denke ich an die schönen 28 Jahre die ich in der Steiermark verbringen durfte. 1 Jahr fehlt, wer rechnen kann. Als ich ein Baby war lebten wir ein Jahr in Bayern. Ob die Liebe zu Deutschland seitdem besteht bleibt unbeantwortet. Jedoch hat es mich schon immer hier her gezogen. Wir werden trotz der Distanz öfters ‚Heim‘ kommen. Schon allein weil da mind. 4 Menschen sind die ich mit einem strahlenden und feuchten Auge verabschiedet habe. Dieser Blogpost hätte ja noch viel länger werden können. Ich hab es aber nicht geschafft. Aus vielerlei Gründen. In erster Linie aber genau deswegen, weil ich sowieso schon sehr nahe am Wasser gebaut bin und ich meine Liebsten in der Heimat gerade so sehr vermisse, dass ich im 10-Minuten-Takt zu weinen beginne. Eine Achterbahnfahrt ist bestimmt unaufregender als meine Gefühltusselei. Meine Eltern gerade nicht bei dem Schritt dabei haben zu können, braucht gerade um es zu verarbeiten. Hui, hier machen wir mal einen Cut, sonst heule ich noch meine Tastatur vollends zu. Das will niemand!

Folge deinem Herzen und Bauchgefühl hat bei mir wieder einmal genau zugetroffen. Bekannterweise habe ich in der Vergangenheit damit gute Entscheidungen getroffen. Deshalb bleibt noch zu sagen. Macht euch bereit für viel neuen Content hier von Interior, Kunst und viel Leben mit Liebe. Könnte kitschig werden. Sag es ja nur. Gewarnt habe ich euch!

Mag euch ziemlich sehr,

Eure,

You may also like

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.