Warum nicht mal Wörter verschenken.

7 Tage noch bis Heilig Abend – Hohoho ertönt es gefühlt aus jeder medialen Werbung und langsam kommt Panik auf:

‚Ich habe noch immer kein Geschenk für Freundin sowieso und was schenke ich bloß meiner Mama?‘

Vor dieser Frage stehe ich immer wieder und leider kann ich sie so gut wie nie beantworten. Wir leben leider in einem Dasein des ‚Ich-kaufe-mir-alles-sofort‘ und genau das macht es, für mich zumindest, sehr schwierig anderen eine Freude zu bereiten.

Ich würde euch nun ja gerne ein Rezept für passende Geschenke liefern, nur habe ich so eines noch nicht gefunden, allerdings kann ich euch eines verraten, so ausgelutscht es auch klingen mag, Zeit ist wohl das Kostbarste was man einem wichtigen Menschen schenken kann.

‚Her mit hilfreichen Ideen!‘

Ich selbst bin ein Fan von selbstgemachten Geschenken, wo man merkt und ganz besonders spürt, dass sich derjenige sichtlich Zeit (da ist schon wieder dieses ominöse Wort) genommen hat. Für mich kommt es da nicht so sehr auf die Ästhetik an, sondern auf den Gedanken und die Tatsache, dass besagte Person sich hingesetzt hat und an einen dachte. Das mag wohl kitschig sein, doch ihr kennt mich ja, Miss Kitsch höchstpersönlich.

Wenn ich ein Geschenk selber mache dann mit Leidenschaft und Hingabe. Meine zwei bisher besten Ideen waren mit Sicherheit ein großes Buch mit gemeinsamen Erinnerungen sowie Eintrittskarten, Konzertkarten etc. Ich mutierte da förmlich zu einem Messi und habe alles aufgehoben und künstlerisch ausgeschmückt und gestaltet. Ein persönliches Spielkarten Set gehörte auch zu meinen tollsten Ideen, leider sind das alles Geschenke die mit sehr viel Aufwand einhergehen und wenn man hierfür zeichnerisch eher wenig begabt ist wird es auch eher schwierig.

Dann würde ich euch nur noch empfehlen einen Brief zu schreiben, also so mit Stift, keiner den man fürs Tablet nimmt, sondern so ein richtiger wo Tinte raus kommt! 

‚Boah nein, ist das nicht langweilig und eher abgedroschen?‘

Hand aufs Herz, wer hat das schon jemals gemacht, einen Brief verfasst, sei dahin gestellt ob nun ein Liebesbrief oder auch einfach ein Brief voller schöner Worte für eine Person die einem wichtig ist. Ich bin da ja selbst manchmal auch eher faul, allerdings wenn ich mich dazu aufraffe und mich wieder daran besinne wie magisch so ein Brief doch sein kann, dann packt mich meist die Euphorie und ich neige dazu dezent sentimental zu werden und es artet meist aus. 

Für die, die sich nun absolut wirklich nicht vorstellen können einen auf Shakespeare zu machen, die können doch ein simples Buch kaufen.

Buch? – Dein Ernst? Ihr lest richtig, ich packe die einfachsten Ideen aus, nur finde ich kann man sich auch an den Worten anderer erfreuen, wenn man schon selbst keine auf Papier bringt.

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Ich habe euch meine 5 derzeitigen Favoriten gesammelt:

  • ‚Gut gegen Nordwind / Alle sieben Wellen von Daniel Glattauer

Anfangs ein recht eigenwilliger Roman, da der nur aus Email- und SMS-Verkehr besteht. Doch die Story über Leo und Emmi, die durch Zufall miteinander zu kommunizieren beginnen und natürlich verlieben sie sich auch ineinander, vorhersehbar. Doch die Frage ob sie sich jemals treffen werden bleibt ein Rätsel und das macht es auch nicht nur romantisch sondern auch in einer gewissenweise prickelnd. 

  • ‚Nur einen Horizont entfernt‘ von Lori Lenson Spielman

Ein Roman über Vergebung, dass man vergangenes Verzeihen darf oder auch sollte. Die Protagonistin Hannah bekommt einen Brief und in dem wird sie um Verzeihung gebeten und bekommt auch zwei Steine. Als Zeichen soll sie einen zurückschicken und so ihre Vergebung kund tun. Den anderen sollte sie selbst versenden. Ab und zu muss man nur etwas Kleines tun, um was Großes zu bewirken.

  • ‚Mein Herz in zwei Welten‘ von Jojo Moyes

Die herzzerreißende Geschichte von Will & Louisa wurde schon verfilmt und das hier ist bereits der dritte Teil. Sie befindet sich mittlerweile in New York und weiß nicht so ganz wer sie wirklich ist, wo sie hin möchte und vor allem WAS. Es soll generell ein Neubeginn sein, der wirklich drunter und drüber geht, mit viel Schmunzeln. Louisa ist eben hin und hergerissen in der Vergangenheit und in der Gegenwart.

Die anderen beide Teile kann ich nur wärmstens empfehlen, allerdings nur mit Taschentüchern!

‚Ein ganzes halbes Jahr‘ – Teil 1

‚Ein ganz neues Leben‘ – Teil 2

  • ‚Nichts als Liebe‘ von Christina Lauren

Viele kitschige Romane habe ich schon gelesen, doch der hier toppt, für mich, eindeutig alle. Eine Lovestory mit einer Macy, die viel zu früh ihre Mutter verloren hat und sich in Elliot verliebt und nach zig Jahren sehen sich das ehemalige Liebespaar und auch beste Freunde wieder. Ob sie nun den Künstler Sean heiratet oder doch der ersten großen Liebe wieder verfällt… von der ersten Seite an mitreißend!

Wer sich nun bereits fast schon übergeben muss, vor lauter Kitsch, hier ein Psychothriller!

  • ‚Das Paket‘ von Sebastian Fitzek

Emma bekommt ein Paket zugestellt, allerdings nicht für sie selbst, sondern für einen Nachbarn. Den Namen kennt sie nicht. Mit diesem Paket beginnt ein ziemlicher Horror. Man wird bei diesem Buch sehr oft in die Irre und auch auf falsche Fährten geführt. Durchgehend spanned und mitreißend!

Das waren meine Empfehlungen und auch kleine Ideen, sollte hier auch nichts für den ein oder anderen dabei gewesen sein, dann bleibt euch nur eines übrig, bindet euch selbst eine Schleife um und legt euch unter den Christbaum! 

Habt noch eine ruhige und schöne Weihnachtszeit,

Ich mag euch,

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